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Case Study Museum für Naturkunde Berlin

Die Ausgangslage: Ein Museum mit besonderen Spielregeln Das Museum für Naturkunde Berlin gehört zu den Top 10 der Naturkundemuseen weltweit. Mit über 30 Millionen Sammlungsobjekten, dem größten aufgestellten Dinosaurierskelett der Welt und einem Jahresumsatz von rund einer Million Besucher ist es nicht nur wissenschaftliche Institution, sondern auch ein Ort mit außerordentlicher atmosphärischer Dichte. Genau das macht es so anspruchsvoll: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Die Wände im Geweihsaal und im Schädelsaal sind mit historischem Lehmputz versehen — einem Material, das auf Feuchtigkeit, Chemie und mechanischen Druck äußerst empfindlich reagiert. Herkömmliche Lösungen für Raumbeschriftungen, Informationstexte oder szenografische Gestaltung schieden hier von vornherein aus: • Folienbeklebung: nicht möglich (Klebstoffeintrag, Zerreißen des Putzes beim Entfernen) • Trägersysteme mit Dübeln: nicht erlaubt (Eingriff in denkmalgeschützte Substanz) • Projektorlösungen: zu aufdringlich, nicht dauerhaft • Herkömmlicher Wandanstrich / Farbe: nicht reversibel, nicht genehmigungsfähig Die Herausforderung: Lehmputz ist kein normaler Untergrund, Lehmputz ist ein lebendiges Material. Er reagiert auf Luftfeuchtigkeit, dehnt sich minimal aus und zieht sich wieder zusammen. Seine Oberfläche ist rau, porös und uneinheitlich — nichts davon klingt nach idealen Druckbedingungen. Hinzu kommt die Sensibilität des Kontexts: Wir befanden uns in zwei der eindrücklichsten Räume des Museums. Im Geweihsaal reihen sich Hirschgeweihe über Jahrzehnte gesammelter Präparate aneinander. Im Schädelsaal öffnet sich ein Panorama präparierter Schädel wildester Vielfalt. Jeder optische Bruch, jeder handwerkliche Fehler wäre sofort sichtbar — und dauerhaft. Die Anforderung war klar: Das Ergebnis musste so gut sein, dass es sich in den Raum einfügt. Nicht auffällig — sondern richtig. Die Lösung: Wanddruck direkt auf den Lehmputz Unsere Antwort war Direktdruck. Keine Zwischenschicht, kein Trägermaterial, keine Folie. Der Text wurde direkt auf den Lehmputz gedruckt — mit einer Technik, die eigens auf die besonderen Anforderungen des Untergrunds abgestimmt wurde. Was das konkret bedeutete: • Kein Kontaktdruck auf den empfindlichen Putz • Keine Lösungsmittel, keine Nässe, keine chemische Belastung • Präzise Positionierung trotz unebener Wandfläche • Reversibilität: Das Verfahren erfüllt die Anforderungen der Denkmalbehörde • Minimale Beeinträchtigung des laufenden Museumsbetriebs Das Ergebnis: Zahlen, die für sich sprechen Am 11. Juni 2026 war es soweit. Einsatzort: Geweihsaal und Schädelsaal des Museums für Naturkunde Berlin. Das Ergebnis: 3 m² bedruckte Fläche auf historischem Lehmputz 3:52 h Gesamtdruckdauer für beide Säle inklusive Umbau des Druckers 2 Räume unter Denkmalschutz, beide erfolgreich bedruckt 0 Schäden am historischen Putz Was wir daraus gelernt haben Dieses Projekt hat uns gezeigt, dass die vermeintlich schwierigsten Untergründe oft die interessantesten Aufgaben bergen. Lehmputz ist kein Feind des Drucks — er ist eine Herausforderung, die mit der richtigen Technik und sorgfältiger Vorbereitung bewältigbar ist. Drei Dinge sind dabei entscheidend: erstens eine genaue Analyse des Untergrunds im Vorfeld, zweitens die Auswahl einer drucktechnisch kompatiblen Methode ohne physischen Kontaktdruck, und drittens enge Abstimmung mit den zuständigen Mitarbeitern von Beginn an. Das Ergebnis im Museum für Naturkunde Berlin ist nicht nur ein handwerklicher Erfolg — es ist ein Beleg dafür, dass Denkmalschutz und moderne Gestaltungsanforderungen kein Widerspruch sein müssen.

Umsetzung
 

2026

Standort
 

Berlin

Einsatzort
 

Museum für Naturkunde Berlin

Raumtyp
 

Geweihsaal und Schädelsaal

Untergrund
 

Museumswand Lehmputz

Motiv
 

kuratierte Texte

Größe
 

1,5 x 1 m

Fläche
 

3 m²

Druckinformation
 

CMYK (Graustufen) 8BIT 300DPI - 8P B OL 450 UV80% 620x1000

Farbverbrauch
 

3,2 ml

Druckdauer
 

3:52 h

Besonderheit
 

Lehm Putzwand in denkmalgeschütztem Museum

Projektdetails

  • Museum für Naturkunde Berlin — Direktdruck auf historischem Lehmputz
    Im Rahmen einer Neugestaltung von Ausstellungsbereichen im Museum für Naturkunde Berlin wurde für den Geweihsaal und den Schädelsaal eine direkte Wandbeschriftung auf historischem Lehmputz realisiert.

    Bestandteil des Konzepts war eine 3 m² große Textfläche, die nicht als aufgesetztes Gestaltungselement, sondern als integraler Bestandteil der Raumatmosphäre wirken sollte.
    Die Herausforderung bestand darin, die Grafik direkt auf den Lehmputz aufzubringen — ohne Folie, ohne Trägermedium, ohne Eingriff in die denkmalgeschützte Substanz. Die natürliche Textur und Materialität der historischen Wandoberfläche sollte bewusst erhalten bleiben und gestalterisch mit dem aufgedruckten Text interagieren.

    Ziel des Projekts
    Ziel war es, die Wand selbst zum Informationsträger zu machen und eine nahtlose Verbindung zwischen Raum, Geschichte und Gestaltung zu schaffen. Dabei standen folgende Anforderungen im Fokus:

    Direktdruck auf Lehmputz
    Erhalt der sichtbaren Wandstruktur und Materialität
    Einhaltung aller Auflagen
    Präzise Umsetzung in zwei sensiblen Ausstellungsräumen
    Minimale Beeinträchtigung des laufenden Museumsbetriebs

    Die Gestaltung sollte nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern als unmittelbarer Bestandteil des historischen Raums wahrgenommen werden.

  • Direktdruck auf historischem Lehmputz
    Die 3 m² große Wandfläche im Geweihsaal und Schädelsaal des Museums für Naturkunde Berlin wurde direkt vor Ort bedruckt. Ziel war es, die rohe Materialität des historischen Lehmputzes bewusst sichtbar zu lassen und den Text mit der natürlichen Oberflächenstruktur interagieren zu lassen.
    Der UV-Direktdruck ermöglichte eine unmittelbare Applikation der Gestaltung ohne:

    Folierung
    Kaschierung
    zusätzliche Beschichtung
    separate Druckträger
    Eingriff in die denkmalgeschützte Substanz

    Die Tinte wurde direkt auf die offenporige Lehmputzoberfläche aufgebracht und mittels UV-Härtung sofort fixiert. Arbeiten auf Naturmaterial - Lehmputz stellt besondere Anforderungen an den Druckprozess:

    unregelmäßige Saugfähigkeit durch die poröse Struktur
    natürliche Unebenheiten und Risse in der Oberfläche
    unterschiedliche Schichttiefen im Putzauftrag
    historisch gewachsene Farbvarianz im Material

    Diese Eigenschaften wurden nicht kaschiert, sondern bewusst in die Gestaltung integriert. Die Druckdaten waren so angelegt, dass Text und Wandoberfläche miteinander arbeiten, statt gegeneinander.

    Präzise Positionierung auf sensibler Wandfläche - Da es sich um denkmalgeschützte Räume mit atmosphärisch hoher Bedeutung handelte, war eine exakte Ausrichtung der Druckdaten entscheidend. Die Wand fungierte gleichzeitig als historisches Architekturelement und als Informationsträger.

    Die Umsetzung erforderte:

    präzise Vermessung der Wandfläche
    exakte Positionierung der Druckbahnen
    kontrollierte Führung des Druckkopfs über die unebene Oberfläche
    gleichmäßige UV-Härtung zur Sicherstellung einer homogenen Oberfläche
    Gesamtdruckdauer von 3 Stunden und 52 Minuten

    Das Ergebnis ist ein dauerhaft bedruckter Wandbereich, bei dem Text und historischer Raum eine gestalterische Einheit bilden.

  • Direktdruck ohne zusätzliche Trägermaterialien

    Die Wandbeschriftung im Geweihsaal und Schädelsaal des Museums für Naturkunde Berlin erfolgte ohne Folien, Kaschierungen oder separate Druckträger. Der UV-Direktdruck wurde unmittelbar auf den historischen Lehmputz aufgebracht.
    Dadurch entfielen:

    Kunststofffolien
    Trägermaterialien und Klebesysteme
    Klebstoffe und Haftvermittler
    Transport- und Verpackungskomponenten für externe Druckträger
    mechanische Befestigungselemente

    Die Grafik ist integraler Bestandteil der Wandoberfläche — nicht ein zusätzlich montiertes Element.
    Materialehrlichkeit statt Materialüberlagerung
    Statt den historischen Lehmputz durch Beschichtungen oder Trägermedien zu überdecken, blieb die Oberfläche bewusst unbehandelt. Die natürliche Struktur und Textur des Putzes wurden in das Gestaltungskonzept einbezogen.
    Das reduziert:

    zusätzliche chemische Oberflächenbehandlungen
    mehrschichtige Materialaufbauten
    spätere Trenn- oder Entsorgungsprozesse

    Die Wandfläche bleibt konstruktiv klar und in ihrer historischen Substanz erhalten.
    Denkmalverträglichkeit als Nachhaltigkeitsprinzip
    Da der Druck direkt auf die bestehende Wandoberfläche aufgebracht wird, bleibt die historische Substanz vollständig erhalten. Die Fläche kann:

    weiter als Ausstellungsbereich genutzt werden
    bei Bedarf neu bespielt werden
    ohne Rückstände oder Beschädigungen in den Ursprungszustand versetzt werden
    langfristig in wechselnde Ausstellungskonzepte integriert werden

    Es entsteht kein temporäres Trägersystem, das nach der Ausstellung entfernt und entsorgt werden muss.
    Ressourcenschonung im Museumsbetrieb
    Im Kontext denkmalgeschützter Museen, in denen Gestaltungseingriffe stets mit erheblichem Material- und Planungsaufwand verbunden sind, bietet der Direktdruck auf bestehende Wandflächen eine substanzschonende Alternative.
    Die Kombination aus:

    Wegfall zusätzlicher Druckträger
    reduzierter Logistik
    unmittelbarer Integration in die historische Oberfläche
    langfristiger Nutzbarkeit ohne Folgeeingriffe

    macht den UV-Direktdruck zu einer nachhaltigen Lösung im Bereich Museumsszenografie und denkmalgerechter Ausstellungsgestaltung.

  • Der Direktdruck auf den 3 m² großen Lehmputzflächen im Geweihsaal und Schädelsaal des Museums für Naturkunde Berlin zeigt, wie sich Text, Oberfläche und historischer Raum zu einer gestalterischen Einheit verbinden lassen.

    Durch den Verzicht auf zusätzliche Trägermaterialien und die bewusste Einbindung der natürlichen Putzstruktur entstand eine materialgerechte, substanzschonende Gestaltungslösung. Die Beschriftung wirkt nicht appliziert, sondern als integraler Bestandteil der Wand — und des Raums.

    Das Projekt verdeutlicht die gestalterischen Möglichkeiten des UV-Direktdrucks jenseits glatter, industriell gefertigter Oberflächen. Neben standardisierten Druckuntergründen eröffnet die Technik Potenziale im Bereich denkmalgeschützter Architektur, Museumsszenografie und anspruchsvoller Ausstellungsgestaltung.

    Die Kombination aus Materialbewusstsein, technischer Präzision und denkmalpflegerischer Sorgfalt unterstreicht die Eignung des Direktdrucks für Projekte, bei denen historische Substanz und moderne Kommunikation gleichzeitig höchsten Anforderungen genügen müssen.

Gestalten Sie mit uns ihre Räume -
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Alle Motive werden individuell auf ihren Raum angepasst und direkt auf die Oberfläche gedruckt –

ohne Folie oder Trägermaterial.

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