Case Study Hochschule für Musik Hanns Eisler
Umsetzung
2026
Standort
Berlin
Einsatzort
Neue Marstall am Berliner Schloßplatz Hochschule für Musik Hanns Eisler
Raumtyp
Wandelsaal
Untergrund
Trockenbauwand mit Weißanstrich
Motiv
kuratierte Texte und Bilder
Größe
17 x 1,7 m
Fläche
29 m²
Druckinformation
CMYK 8BIT 300DPI - 8P B OL 400 UV80%
Farbverbrauch
43,1 ml
Druckdauer
12 h
Besonderheit
Realisierung während der Studienzeiten
Projektdetails
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin — Hochschulgeschichte direkt auf die Wand
Im Rahmen der räumlichen Gestaltung eines Saales im Neuen Marstall Berlin wurde für die Hochschule für Musik Hanns Eisler eine großflächige historische Wandgestaltung realisiert.
Bestandteil des Konzepts war eine chronologische Darstellung der Hochschulgeschichte von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Die Gestaltung sollte dabei nicht als aufgesetztes Ausstellungselement, sondern als integraler Bestandteil der Architektur wirken und den Studierenden einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte ihrer Hochschule ermöglichen.
Die Herausforderung bestand darin, zahlreiche Jahrzehnte, Ereignisse und visuelle Elemente zu einer zusammenhängenden Gestaltung zu verbinden. Statt zusätzlicher Tafeln, Rahmen oder Trägermedien wurde die Grafik direkt auf die Wand gedruckt. So bleibt die räumliche Wirkung des Saales erhalten, während die Wand selbst zur erzählenden Fläche wird.
Ziel des Projekts
Ziel war es, Hochschulgeschichte sichtbar in den Raum zu integrieren und eine Verbindung zwischen Architektur, Identität und Gestaltung zu schaffen. Dabei standen folgende Anforderungen im Fokus:
Direktdruck auf die bestehende Wandfläche
Chronologische Gliederung von 1950 bis in die Gegenwart
Integration historischer Inhalte und visueller Elemente
Präzise Umsetzung des großformatigen Gestaltungskonzepts
Harmonische Einbindung in die Architektur des Neuen Marstalls
Die Gestaltung sollte nicht wie eine klassische Ausstellung wirken, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Raumes wahrgenommen werden – eine Wand, die mehr als 75 Jahre Hochschulgeschichte erzählt.Direktdruck als Teil der Raumgestaltung
Die Wandfläche im Neuen Marstall der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin wurde direkt vor Ort bedruckt. Ziel war es, die Geschichte der Hochschule von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart großformatig sichtbar zu machen und gleichzeitig die bestehende Architektur des Saales als Teil der Gestaltung zu erhalten.
Der UV-Direktdruck ermöglichte eine unmittelbare Umsetzung des Gestaltungskonzepts ohne:
Folierung
Kaschierung
zusätzliche Beschichtung
separate Druckträger
Rahmen oder aufgesetzte Displays
Die Tinte wurde direkt auf die bestehende Wandoberfläche aufgebracht und mittels UV-Härtung unmittelbar fixiert. Gerade bei einer großformatigen historischen Darstellung stellt diese Form der Umsetzung besondere Anforderungen an den Druckprozess:
exakte Wiedergabe von Texten und grafischen Elementen
präzise Ausrichtung der einzelnen Dekaden
gleichmäßiges Druckbild über die gesamte Wandfläche
saubere Übergänge zwischen den einzelnen Gestaltungselementen
Die vorhandene Wand wurde dabei nicht lediglich als Untergrund betrachtet, sondern bewusst zum Bestandteil des gestalterischen Konzepts. Historische Inhalte, Typografie und Architektur verbinden sich zu einer zusammenhängenden visuellen Chronologie.
Präzise Positionierung einer großformatigen Zeitreise – Da sich die Gestaltung über mehrere Jahrzehnte Hochschulgeschichte erstreckt, war eine exakte Übertragung der Druckdaten auf die Wand entscheidend. Abstände, Achsen und die chronologische Abfolge mussten auch im großen Maßstab exakt miteinander harmonieren.
Die Umsetzung erforderte:
präzise Vermessung der Wandfläche
exakte Positionierung der Druckdaten
kontrollierte Führung des Druckkopfs entlang der Wand
präzise Wiedergabe von Typografie und grafischen Details
sorgfältige Abstimmung der einzelnen Druckbereiche
Das Ergebnis ist eine Wandgestaltung, die weit über eine klassische Beschriftung hinausgeht. Die Wand wird selbst zum Informationsträger und führt Studierende und Besucher durch mehr als 75 Jahre Geschichte der Hochschule für Musik Hanns Eisler – unmittelbar, dauerhaft und als selbstverständlicher Bestandteil des Raumes.
Direktdruck ohne zusätzliche Trägermaterialien
Die Wandgestaltung in der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin wurde unmittelbar auf die bestehende Wandfläche im Neuen Marstall gedruckt. Auf Folien, Platten oder separate Trägersysteme konnte vollständig verzichtet werden.
Dadurch entfielen:
Kunststofffolien
zusätzliche Druckplatten und Trägermaterialien
Klebstoffe und Kaschierungen
Rahmen- und Befestigungssysteme
Transport- und Verpackungsmaterialien für externe Druckträger
Die Gestaltung wird damit nicht nachträglich auf die Architektur aufgesetzt, sondern unmittelbar mit der vorhandenen Wandfläche verbunden.
Weniger Material, mehr Raumwirkung
Gerade bei einer großformatigen Gestaltung bietet der Direktdruck einen entscheidenden Vorteil: Die vorhandene Wand wird selbst zum Medium. Zusätzliche Materialschichten, Konstruktionen oder Verkleidungen sind nicht notwendig.
Das reduziert:
den Einsatz zusätzlicher Materialien
mehrschichtige Produktionsprozesse
Transport- und Montageaufwand
spätere Demontage- und Entsorgungsprozesse
Gleichzeitig bleibt die ursprüngliche Wahrnehmung des Raumes erhalten. Die historische Zeitleiste fügt sich direkt in die Architektur ein, anstatt als separates Ausstellungselement vor ihr zu stehen.
Langlebigkeit als Teil des Gestaltungskonzepts
Die Darstellung der Hochschulgeschichte von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart ist nicht als kurzfristige Inszenierung konzipiert. Der Wanddruck schafft eine dauerhaft nutzbare Gestaltung, die zum festen Bestandteil des Saales werden kann.
Die Fläche kann:
langfristig als Informationsträger genutzt werden
ohne zusätzliche Konstruktionen bestehen
bei zukünftigen Konzepten ergänzt oder neu gestaltet werden
ohne regelmäßigen Austausch von Folien oder Druckplatten auskommen
So verbindet die Umsetzung gestalterische Qualität mit einem reduzierten Materialeinsatz.
Ressourcenschonung durch direkte Integration
Insbesondere bei großformatigen Wandgestaltungen können konventionelle Lösungen mit erheblichem Material-, Produktions- und Montageaufwand verbunden sein. Der Direktdruck reduziert diesen Aufbau auf das Wesentliche: die bestehende Wand und die darauf aufgebrachte Gestaltung.
Die Kombination aus:
Wegfall zusätzlicher Druckträger
reduziertem Materialeinsatz
geringerem Transport- und Montageaufwand
direkter Integration in die Architektur
langfristiger Nutzbarkeit der Gestaltung
macht den UV-Direktdruck zu einer ressourcenschonenden Alternative für großformatige Raumgestaltung. Im Neuen Marstall wird damit nicht nur Hochschulgeschichte sichtbar gemacht – sie wird mit möglichst wenig zusätzlichem Material direkt zum Bestandteil des Raumes.
Der Direktdruck im Neuen Marstall der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin zeigt, wie sich Geschichte, Gestaltung und Architektur zu einer visuellen Einheit verbinden lassen.
Durch den Verzicht auf zusätzliche Trägermaterialien und die direkte Integration der Gestaltung in die bestehende Wandfläche entstand eine reduzierte, raumbezogene Lösung. Die chronologische Darstellung von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart wirkt nicht wie ein nachträglich installiertes Ausstellungselement, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Saales.
Das Projekt verdeutlicht die gestalterischen Möglichkeiten des UV-Direktdrucks für Bildungs-, Kultur- und Hochschulräume. Großformatige Informationen, historische Inhalte und grafische Elemente können unmittelbar in die Architektur integriert werden, ohne zusätzliche Platten, Folien oder Displays in den Raum einzubringen.
Die Kombination aus gestalterischer Präzision, reduziertem Materialeinsatz und inhaltlicher Tiefe macht die Wand zu mehr als einer bedruckten Fläche: Sie wird zum Informationsträger, zur historischen Zeitleiste und zu einem sichtbaren Teil der Identität der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
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Mobil:
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